Mahnwache für die Drogentoten 2012

Eine Menschentraube lässt schwarze Ballons in den Himmel steigen. Im Hintergrund liegt ein rotes Kreuz aus Samt auf dem Asphalt. Es ist von Grablichtern, weißen Rosen und Blättern bedeckt, die erschreckende Fakten aufzeigen.

Köln. Eine Menschentraube lässt schwarze Ballons in den Himmel steigen. Im Hintergrund liegt ein rotes Kreuz aus Samt auf dem Asphalt. Es ist von Grablichtern, weißen Rosen und Blättern bedeckt, die erschreckende Fakten aufzeigen: 944 Drogenabhängige sind 2012 bundesweit verstorben. Davon lebten 204 Menschen in Nordrhein-Westfalen, 29 waren Kölner. Zwei Tage vor dem nationalen Gedenktag am 21. Juli für Drogentote fand gestern auf dem Neumarkt eine Mahnwache statt.

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Erinnerung an Opfer des Drogenkonsums

Mit einer Mahnwache auf dem Neumarkt haben die Hinterbliebenen am Samstag der rund 40 Menschen gedacht, die im vergangenen Jahr in Köln an Drogengebrauch gestorben sind. Unter dem Motto „Drogenlegalisierung = Drogenkontrolle“ trafen sich Menschen bundesweit zum „Gedenktag für verstorbene Drogengebraucher“. „Die Menschen wissen nicht genau, was sie konsumieren und werden in eine Beschaffungskriminalität gedrängt. Die Drogenpolitik ist auf Prohibition ausgerichtet, aber das hält die Menschen nicht davon ab, sich die Drogen zu besorgen. Es sorgt nur für weitere Probleme, die für die Betroffenen noch schlimmer sein können als die Sucht“, sagt Barbara Rocholl vom Verein für innovative Drogenselbsthilfe Vision e.V. Der Gedenktag findet seit 14 Jahren statt. (tor)

NRW: 269 Drogentote im vergangenen Jahr – minus 16 Prozent

Die beiden Ministerien des Inneren und für Gesundheit haben am heutigen Donnerstag die aktuelle Statistik zum Drogenkonsum im vergangenen Jahr vorgestellt. Die Zahlen, die die Mitglieder der rot-grünen Landesregierung präsentierten, waren dabei überraschend erfreulich. Mit 269 im bevölkerungsreichsten Bundesland sank die Zahl der Drogentoten gegenüber dem Vorjahr um beachtliche 16 Prozent. Trotzdem wollen die Minister Barbara Steffen (Grüne) und Ralf Jäger (SPD) an Präventionsmaßnahmen festhalten. Der im vergangenen Jahr ermittelte Wert ist der niedrigste seit zehn Jahren, betonten die Verantwortlichen weiter. Am heutigen Donnerstag begehen die Verantwortlichen den „Tag der Drogentoten“.

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Gedenktag für Kölner Drogentote

Mehr Streetworker gefordert

69 Drogenabhängige sind vergangenes Jahr in Köln gestorben. Am Samstag gedachte das Selbsthilfe-Netzwerk JES (Junkies, Ehemalige, Substituierte) der Opfer. Mit Info-Ständen und Bands auf dem Pastor-Könn-Platz zogen die Mitglieder so die Aufmerksamkeit der Passanten auf ihre Forderungen, wie man die Lebensbedingungen für Süchtige verbessern könnte. Die bundesweite Organisation akzeptiert den Drogenkonsum ihrer Hilfesuchenden.
„Es sind mehr Ordnungskräfte unterwegs, die die Junkies von ihren Treffpunkten vertreiben“, sagt JES-Vorstand Marko Jesse. „Das führt nur dazu, dass sie sich in ihre privaten Räume zurückziehen.“ „Gedenktag für Kölner Drogentote“ weiterlesen