Gedenkrede Pastor Andreas Hübner

Der Pastor im Ehrenamt Andreas Hübner aus Odenthal sprach am Gedenktag die Gedenkrede und verstand es gut, das Thema des Tages zu erörtern und die Zuhörer in sehr angemessener Art und Weise anzusprechen.

Er griff u.a. das Theaterstück auf: „Man sah das Kämpfen und das Leben. Man sah das Fallen und das Auffangen. Man sah das zum Himmel sich hochrecken. Am Ende ist es eine ganze Geschichte des Ringens um Leben gewesen.“

Drugland Szene 2

Anlässlich des Internationalen Gedenktags für verstorbene Drogengebraucher*innen führte das Sommerblutfestival in Köln auf dem Rudolfplatz zwei Szenen aus dem Kulturprojekt „Drugland“ auf.

In der zweiten Szene erzählt Ozman, was für ihn Entzug bedeutet. Um dies zu verdeutlichen, bat er die Zuschauer für eine gewisse Zeit die Luft anzuhalten. Sie sollten sich vorstellen, dass sie sich in einer giftigen Atmosphäre befinden würden und wenn sie dem Verlangen durchzuatmen nachgeben würden, sie sterben müssten. Nicht jeder schaffte die etwa 1,5 Minuten. Der Überlebensinstinkt ist stärker. Und ähnlich fühlt es sich auf Entzug an. Der ständige Gedanke bei Qualen und Schmerzen ist present. Nur ein Schuss und alles ist wieder gut.

Während der professionelle Tänzer die Torturen eines Entzugs auf sehr emotionale und plastische Art verdeutlicht, erzählt Ozman weiter von seinen Rückfällen und Therapien.

Auch die zweite Szene aus dem Kulturprojekt „Drugland“ nahm die Zuschauer eindrücklich mit in eine andere Welt.

Drugland Szene 1

Anlässlich des Internationalen Gedenktags für verstorbene Drogengebraucher*innen führte das Sommerblutfestival in Köln auf dem Rudolfplatz zwei Szenen aus dem Kulturprojekt „Drugland“ auf.

Nach dem Musikprogramm hörte man eine weibliche Stimme über die Lautsprecher. Wo kam sie her? Wer sprach da? Fragende Blicke gingen über den Rudolfplatz, bis manche auf die vor der Bühne mit gesenktem Kopf sitzende Frau aufmerksam wurden. Ist sie es?

Die Stimme berichtete von Ihrer Multiple Sklerose Diagnose (MS) und ihren Problemen. Durch ihren Freund kam sie zu Heroin und stellte fest, dass es ihr dabei hilft, die Symptome der MS besser zu ertragen. Mittlerweile sitzt sie nicht mehr im Rollstuhl und sie meinte, sie könnte zwar keinen Marathon laufen, aber sie wäre zufrieden.

Plötzlich lief ein Geschäftsmann im Anzug mit Rollkoffer quer über den Platz an ihr vorbei, blieb stehen, schaute sich um und noch mehr fragende Blicke machten die Runde. Als dann der Mann sich neben die Frau setzte und Musik erklang, wurde vielen langsam klar, dass hier wohl etwas dargeboten wird.

Die erste Szene aus dem Kulturprojekt „Drugland“ des Sommerblutfestivals hat uns und alle Gäste sehr berührt. Sie fesselte, liess einige Münder offen stehen und sorgte für eine ganz besondere Stimmung.

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tag24.de – Rudolfplatz: Gedenk-Konzert für Kölner Drogentote

Köln – Zum Gedenktag für verstorbene Drogenabhängige findet am Samstag auf dem Rudolfplatz ein Konzert statt.

Am Samstag finden verschiedene Gedenkaktionen statt.
Am Samstag finden verschiedene Gedenkaktionen statt.

Der nationale Gedenktag für verstorbene Drogenabhängige findet seit 1998 jedes Jahr in Deutschland statt.

Initiiert wurde der Gedenktag vom Landesverband der Eltern und Angehörigen für humane und akzeptierende Drogenarbeit NRW e.V. auf Initiative von Jürgen Heimchen.

Zu diesem Anlass stehen in der Zeit von 12 bis 16 Uhr Klaus der Geiger und Rolly Brings, die Ska-Punk-Band The Schabernacks und die Wave-Formation Death Love And Acid auf der Bühne.

„20 Jahre Gedenktag – ein erfolgreiches Bündnis für Akzeptierende Drogenpolitik“: so lautet der Titel des diesjährigen Gedenktags am Samstag.

Für Köln fordern die Ausrichter des Gedenktags die zeitnahe Einrichtung der vom Rat beschlossenen Drogenkonsumräume und Anlaufstellen.

Laut dem Veranstalter „Verein für innovative Drogenselbsthilfe“ sind in den letzten 20 Jahren alleine in Deutschland mehr als 45.000 Menschen an Überdosierungen, den Folgen von Krankheit und den negativen Auswirkungen von Schwarzmarkt und Kriminalisierung, gestorben. 967 davon waren Kölner Mitbürgerinnen und Mitbürger.

Quelle: https://www.tag24.de/nachrichten/koeln-gedenktag-auf-dem-rudolfplatz-konzert-fuer-koelner-drogentote-696332