Erinnerung an Opfer des Drogenkonsums

Mit einer Mahnwache auf dem Neumarkt haben die Hinterbliebenen am Samstag der rund 40 Menschen gedacht, die im vergangenen Jahr in Köln an Drogengebrauch gestorben sind. Unter dem Motto „Drogenlegalisierung = Drogenkontrolle“ trafen sich Menschen bundesweit zum „Gedenktag für verstorbene Drogengebraucher“. „Die Menschen wissen nicht genau, was sie konsumieren und werden in eine Beschaffungskriminalität gedrängt. Die Drogenpolitik ist auf Prohibition ausgerichtet, aber das hält die Menschen nicht davon ab, sich die Drogen zu besorgen. Es sorgt nur für weitere Probleme, die für die Betroffenen noch schlimmer sein können als die Sucht“, sagt Barbara Rocholl vom Verein für innovative Drogenselbsthilfe Vision e.V. Der Gedenktag findet seit 14 Jahren statt. (tor)

Mahnwache auf Kölner Neumarkt

14. Nationaler Gedenktag für verstorbene Drogengebraucher

21. Juli 2012 – Protest-, Aktions- und Trauertag

11:00 – 14:00 Uhr – Mahnwache auf dem Kölner Neumarkt

Motto:
Drogenlegalisierung = Drogenkontrolle

Schirmherr: Dr. Gregor Gysi (Vorsitzender Fraktion DIE LINKE. im Bundestag)

Zum Glück wurde in Deutschland zumindest das Heroin unlängst legalisiert.
Lässt bereits dieser erste Satz stutzen? Ist nicht die Abgabe dieser Droge ausschließlich an sog. „Schwerstabhängige“ und nur unter strengsten gesetzlichen Auflagen möglich?
Ja, genau so ist es! Und diese strenge Kontrolle ist nur deswegen möglich, weil der Stoff Heroin in Deutschland – nach aufwendigen und langjährigen Studien – seit 2009 ein verschreibungsfähiges Medikament geworden ist.
Also, weil Heroin legalisiert wurde.

„14. Nationaler Gedenktag für verstorbene Drogengebraucher“ weiterlesen