Mahnwache auf Neumarkt

NRW: 269 Drogentote im vergangenen Jahr – minus 16 Prozent

Die beiden Ministerien des Inneren und für Gesundheit haben am heutigen Donnerstag die aktuelle Statistik zum Drogenkonsum im vergangenen Jahr vorgestellt. Die Zahlen, die die Mitglieder der rot-grünen Landesregierung präsentierten, waren dabei überraschend erfreulich. Mit 269 im bevölkerungsreichsten Bundesland sank die Zahl der Drogentoten gegenüber dem Vorjahr um beachtliche 16 Prozent. Trotzdem wollen die Minister Barbara Steffen (Grüne) und Ralf Jäger (SPD) an Präventionsmaßnahmen festhalten. Der im vergangenen Jahr ermittelte Wert ist der niedrigste seit zehn Jahren, betonten die Verantwortlichen weiter. Am heutigen Donnerstag begehen die Verantwortlichen den „Tag der Drogentoten“.

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13. Nationaler Gedenktag für verstorbene Drogengebraucher

21. Juli 2011 – Protest-, Aktions- und Trauertag

11:00 – 14:00 Uhr – Mahnwache auf dem Kölner Neumarkt

Motto:
Drogengebrauch und Menschenrechte

Schirmherr: Cem Özdemir, Bündnis90/Die Grünen

In diesem Jahr, in dem übrigens auch der 50. Geburtstag von Amnesty International begangen wird, einer globalen Organisation, die sich vor allem der Wahrung der Menschenrechte verschrieben hat, thematisiert der Gedenktag für die verstorbenen Drogengebraucher das Thema „Menschenrechte“. Wir sehen unsere Aufgabe darin, die Defizite, die einer wirklich menschenwürdigen Behandlung von Drogengebrauchern noch immer entgegenstehen zu benennen und Vorschläge für einen anderen gesellschaftlichen Umgang mit Drogen gebrauchenden Menschen zu diskutieren.

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Text aus einem Gottesdienst am Gedenktag für verstorbene Drogengebraucher

Dieser Text aus einem Gottesdienst anlässlich des Gedenktags für verstorbene Drogengebraucher vor zehn Jahren hat nichts an Aktualität verloren, weshalb wir ihn hier noch einmal aufführen möchten.

I

„Wer unter euch ohne Sünde ist, der werfe den ersten Stein“ Johannesevangelium 8/7b

Man brachte einen Junkie zu Jesus und forderte ihn auf, das Urteil zu sprechen. „Nach unseren Gesetzen ist er schuldig“ riefen sie alle, „er muss bestraft werden, sonst macht sein Beispiel Schule. Los, fälle den Richterspruch!“ – doch Jesus stand nur ruhig und nachdenklich da. bis er zur Menge sagte: „Wer von euch ohne eine Suchtgefährdung lebt, der werfe den ersten Stein.“

Nun wurden die Anderen ebenfalls ruhiger. Als erstes ließ der Kettenraucher seinen Stein fallen und schlich leise davon. Der Autofetischist folgte ihm kurz darauf. Auch der besessene Computerfreak nickte schließlich und verschwand. Der Biertrinker brauchte etwas länger, und der Karrieresüchtige sah es dann auch ein, dass er nicht derjenige sein kann, der werfen könne.

Zuletzt blieben nur noch Zwei stellen: der Machtbesessene und der Profitgierige. Ich fürchte, sie halten die Steine noch immer in der Hand. sonst würde es heute den meisten Junkies besser gehen. „Text aus einem Gottesdienst am Gedenktag für verstorbene Drogengebraucher“ weiterlesen